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Kongress Tanz und Therapie im Wandel
24./25. Oktober 2009 in Düsseldorf Jubiläumsveranstaltung zum 25jährigen Jubiläum des Langen Instituts
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Die Tanztherapie ...
... war zu Beginn der 1980er Jahre in Deutschland fast nicht existent. In nur 25 Jahren ist es gelungen, Tanztherapie in das deutsche Gesundheitswesen einzuführen. Und zwar nicht nur als eine Technik, die in andere Disziplinen wie Psychotherapie oder Pädagogik einbezogen wird, sondern als eine Behandlungsmethode in einen eigenem Beruf. Es findet Anwendung in zahlreichen Bereichen der Medizin, zum Beispiel: Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie, Onkologie, Neurologie, Gerontologie, Palliativ Medizin und in der Heilpädagogik.

Im Wandel der Zeit ...
... haben Einflussfaktoren aus Praxis, Forschung und Berufspolitik der tanztherapeutischen Theorie und Methode teils subtile und teils dramatische Modifikationen abverlangt. Auch die Reifungsprozesse und der Generationswechsel unter den Tanztherapeuten/innen selbst haben Veränderungen mit sich gebracht und bewährte Aspekte herauskristallisiert. Die Betrachtung der Errungenschaften und Wandlungen dieser Jahre gibt Inspiration und Orientierung für die weitere Entwicklung der Tanztherapie.

Das Langen Institut ...
... war ein Sprungbrett für viele wichtige Vertreter/innen der deutschen Tanztherapie. Sie wurden entweder am Langen Institut ausgebildet oder sammelten dort Erfahrungen als Dozenten/innen, bevor sie sich anderen Projekten widmeten. Für die Tagung "Tanz und Therapie im Wandel" ist es uns gelungen, viele dieser Vertreter so wie weitere bekannte Referenten/innen zu gewinnen. Diese beschäftigen sich alle auf ihre individuelle Weise mit der Frage:
Wie hat sich die Tanztherapie gewandelt?

Die Tagung ...
... ermöglicht Besuchern, sich über den neuesten Stand der Tanztherapie in Theorie und Praxis zu informieren und fortzubilden. Hierzu bietet die Tagung
- Vorträge
- Berichte
- Workshops
- Performances
- fachlichen Austausch
- Raum zum Tanzen
- und Gelegenheit zum geselligen Beisammensein

Anlass darüber zu reflektieren, wie die Tanztherapie sich in Deutschland über die Jahre hin entwickelt hat und zu feiern war:
Dass vor 25 Jahren der erste Lehrgang für Tanztherapie des Langen Institutes stattfand (Semester 1983-1984).
Dass vor 30 Jahren Prof. Dr. med. Dietrich Langen und andere engagierte Personen die AG Tanztherapie gründeten. Aus dieser ging später der "Bundesverband für Tanztherapie" hervor.
Dass vor 80 Jahren eine Pionierin der Tanztherapie in Deutschland und die Gründerin des Langen Instituts, Wally Kaechele, geboren wurde.
Wir freuen uns, Sie zur Tagung in unseren sehr schönen hellen, farbenfrohen neuen Räumen im Aureum in Düsseldorf begrüßen zu dürfen!

Was ist Tanztherapie?
Tanztherapie ist die theoriegeleitete, heilkundliche Verwendung von Tanz und ihre Grundlagen, das Körper- und Bewegungserleben, in einem interaktionellen Prozess zur Wiedererlangung, Erhaltung und Förderung der physischen und psychischen Gesundheit und Lebensqualität der Patientinnen und Patienten. Sie beruht auf dem Prinzip der Wechselwirkung zwischen körperlichen und psychischen Prozessen und entstand in den USA in den 1940er Jahren. Die Behandlung setzt an den gesunden Anteilen des Menschen an und fördert einen möglichst selbstbestimmten Entwicklungsprozess.
Ihrem tanzkünstlerischen Ursprung verdankt die Tanztherapie spezifische Methoden, zum Beispiel:
Die Bewegungsanalyse der Körpererscheinung, -haltung und -bewegung gibt Aufschluss über innere Prozesse der Kognition und Emotion (Dekodierung). Entsprechende Körper- und Bewegungsinterventionen ermöglichen die positive Beeinflussung der Emotionalität, der Kognition, des sozialen Verhaltens, der physischen Funktionsfähigkeit und biologischer Prozesse wie des Immunsystems (Enkodierung).
Die therapeutische Bewegungsbeziehung ermöglicht den Zugang zu und die Erweiterung / Veränderung der frühkindlich angelegten Beziehungsmuster, die die Persönlichkeit und das Bewegungsrepertoire des Menschen geformt haben, unter anderem durch kinästhetische Empathie - die Affektspiegelung in Bewegung.
Künstlerische Prozesse der Gestaltung und Symbolisierung ermöglichen Kontrolle über das Geschehen, eine Veränderung innerer Bedeutungen und das Üben von Verhaltensalternativen. Kreative Improvisationen schulen Problemlöseverhalten und erweitern das Verhaltensrepertoire.
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