Langen Institut - Fachschule für Dance Alive und Tanz- u. Ausdruckstherapie Langen Institut - Fachschule für Dance Alive und Tanz- u. Ausdruckstherapie Langen Institut - Fachschule für Dance Alive und Tanz- u. Ausdruckstherapie

Kongress
Tanz und Therapie im Wandel

24./25. Oktober 2009
Düsseldorf

Jubiläumsveranstaltung zum 25jährigen Jubiläum des Langen Instituts
 

Abstand Langen Institut - Fachschule für Dance Alive und Tanz- und Ausdruckstherapie
Langen Institut

Fachschule für Dance Alive und Tanz- und Ausdruckstherapie
 
  Langen Institut - Fachschule für Dance Alive und Tanz- u. Ausdruckstherapie

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Langen Institut - Fachschule für Dance Alive und Tanz- u. Ausdruckstherapie

 

Abstracts

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Abstracts der Vorträge
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Vortrag
Konstanz und Wandel in der Tanztherapie
Marianne Eberhard-Kaechele
Samstag, 9:30 - 10:30 Uhr

Abstand

In diesem Vortrag werden die Ergebnisse der Dissertationsforschung über die Entwicklungen der Tanztherapie in Deutschland und Wechselwirkungen zwischen Theorie, Praxis und Berufspolitik vorgestellt.

In den letzten 25 Jahren hat die Tanztherapie vielfältige Veränderungsprozesse durchlaufen.

Konzeptionell wandelte sich die Praxiserfahrung der Pioniere durch die Theorie und Methodik psychotherapeutischer Schulen. Störungsspezifische Ansätze reagierten auf die Erfordernisse veränderter Zielgruppen. Die Ökonomisierung des Gesundheitswesens verlangte neue Konzepte für Kurzzeit- und fraktionierte Behandlungen sowie Prophylaxe. Forschungsergebnisse zu Themen wie Affekte, frühkindliche Entwicklung, Bindung, Neurobiologie und Embodiment veränderten unser Denken und Handeln.

Diese Erkenntnisse helfen uns Fragen zu beantworten wie zum Beispiel: Wie kann die Tanztherapie ihre Identität bewahren, und doch Veränderungen in der Umwelt gerecht werden? Wie kann die politische Zukunft der Tanztherapie aussehen?

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Marianne Eberhard-Kaechele
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Vortrag
Philosophische Anthropologie der Tanztherapie
Susanne Bender
Sonntag, 9:00 - 10:00 Uhr

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Die Tanztherapie verfügt bis heute nicht über ein eigenes ausformuliertes Menschenbild. Formulierungen der Körper-Seele-Geist-Einheit sind oft oberflächlich und halten einer philosophischen Betrachtungsweise nicht stand.

In diesem Vortrag werden die Begriffe Leib, Körper, Emotionen, Seele, Bewusstsein, der Andere, das Zur-Welt-Sein, die Problematik der Ganzheit und der menschliche Tanz diskutiert.

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Susanne Bender
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Vortrag
Therapie im Wandel: Notwendigkeit und Plädoyer für eine evidenz-basierte Therapie (EbT)
Prof. Dr. Hanno Felder
Samstag, 14:30 - 15:30 Uhr

Abstand

Arbeit am und mit dem kranken Menschen erfordert das beste und anspruchsvollste therapeutische Wissen, was aktuell möglich und verfügbar ist. Darüber hinaus haben sich alle Behandlungstechniken einem ständigen kritischen Wandel zu unterziehen, um den aktuellen Bedürfnissen zu entsprechen. Während im weiten Feld der zahlreichen Therapien viele unterschiedliche Begründungsansätze vorlagen, hat sich in den letzten Jahren die stringente und systematische wissenschaftliche Erforschung und Kontrolle als gemeinsames und effektives Instrument durchgesetzt.

In den 1990ern entwickelte sich die Evidenzbasierte Therapie als eine Methode, um die Behandlung/Pflege und Therapie von Patienten zu verbessern und besser beurteilen zu können. Sie beinhaltet die Kombination der besten Evidenz mit den Wertvorstellungen des Patienten, um Entscheidungen in der Behandlung/Pflege und Pflege zu treffen. EbT "ist der gewissenhafte, ausdrückliche und vernünftige Gebrauch der gegenwärtig besten externen Evidenz für Entscheidungen in der Therapie individueller Patienten ("Clinical Reasoning"). Die Praxis der EbT bedeutet die Integration individueller klinischer Expertise mit der besten verfügbaren externen Evidenz aus systematischer Forschung." EbT beruht demnach auf dem aktuellen Stand der klinischen Medizin - sowie benachbarter Forschungsgebiete - auf der Grundlage klinischer, wissenschaftlich seriöser Studien, die einen Sachverhalt erhärten oder widerlegen. Sie beschäftigt sich nicht nur mit der Durchführung von klinischen Studien selbst, sondern mit der systematischen Nutzung ihrer Ergebnisse. Dies setzt das Vorhandensein eines validen Forschungs-Instrumentariums voraus, mit dem sich eindeutig und praxisorientiert die Evidenz bei therapeutischen Fragestellunegn bestimmen lässt. Herrschaftswissen, subjektive Erfahrungen, Meinungen und tendentielle Interpretationen dürfen und können heute nicht mehr als Überzeugungsmethode angesehen werden, sondern können lediglich eine sehr kleine Ergänzung zu objektiver, systematischer therapeutischer Forschung darstellen.

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Prof. Dr. Hanno Felder
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Vortrag
Forschung in der Tanztherapie - Eine praktische Anleitung zur Durchführung von Studien
Prof. Dr. med. Hedda Lausberg
Samstag, 15:30 - 16:30 Uhr

Abstand

Forschungsstudien ermöglichen die Effektivität der Tanztherapie zu belegen und eine Abbildung in den Behandlungsleitlinien zu erreichen und sichern. Eine diesbezügliche Anerkennung ist Voraussetzung für die Etablierung und Aufwertung des Berufsbildes. Abgesehen von berufspolitischen Motiven bietet die Forschung auch Ansatzpunkte für eine Überprüfung der Grund legenden therapeutischen Annahmen der Tanztherapie und eine Verbesserung von Therapiekonzepten.

Leider werden in Deutschland bisher kaum Forschungsstudien von Tanztherapeutinnen durchgeführt. Zur Anregung wird in dem Vortrag eine praktische Anleitung zur Durchführung von Forschungsstudien gegeben.

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Prof. Dr. med. Hedda Lausberg
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Abendprogramm mit Kurzvortrag
Das Bertha-Tanztheater zeigt ausgewählte Impressionen aus 14 Jahren
Rita Maaßen
Samstag, 20:45 Uhr

Abstand

Das Bertha-Tanztheater ist ein bundesweit einzigartiges Projekt, das es sich zum Ziel gemacht hat, die Psychiatrie für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, um mögliche Berührungsängste und Vorurteile abzubauen. Im Rahmen einer gemeindenahen Psychiatrie des Bertha-Krankenhauses entstand unter der Leitung von Rita Maaßen ein Tanztheater-Projekt, durch das Patienten lernten, ihre gesunden Ressourcen zu mobilisieren. Gleichzeitig gewannen die Zuschauer Einblicke in die heutige Reform - Psychiatrie.

Die erste Aufführung des Bertha-Tanztheaters fand im Jahr 1995 im Rahmen der Duisburger Akzente statt.
In den darauf folgenden Jahren bildete sich ein Laien-Tanztheater heraus, das aktuelle Themen aufgreift und selbsterarbeitete Tanzgestaltungen bei verschiedenen Gelegenheiten aufführt. Innerhalb der Fachwelt konnte das Tanztheater durch zahlreiche Einladungen zu Kongressen Beachtung finden, wie z.B. dem jährlichen Meersburger Kongress für Hypnose, dem Weltkongress für psychosoziale Rehabilitation in Hamburg und dem Symposium "Freiheit und Verantwortung" in Krakau. Auch im Rahmen der Duisburger Kulturtage "Akzente" ist das Bertha-Tanztheater ein fester Bestandteil geworden. Bis heute kann das Tanztheater über 40 erfolgreiche Aufführungen für sich verzeichnen.

Eine Besonderheit dieses Tanztheaters hat sich in den letzten Jahren entwickelt: Das gemeinsame Arbeiten von "Gesunden" und Patienten der Psychiatrie. Berührungsängste sowie Stigmatisierungen werden durch diese Integration aufgehoben und dem Zuschauer dargestellt vorgelebt.

Dieser integrative Ansatz ist somit kein Störfaktor; es werden keine Unterschiede zwischen "gesund" und "krank" gemacht, im Gegenteil: Durch diese Integration wird bewusst die Begegnung zwischen "gesund" und "krank" gesucht.

Charakteristisch für das Tanztheater ist die Tatsache, dass es nicht primär um eine exzellente Technikdarbietung geht, sondern um eine Darstellung von menschlichen Konflikten sowie Fragestellungen, die dem Alltagsgeschehen des Menschen entstammen. Hier wird die Funktion des Tanztheaters als Mittel der Kommunikation deutlich.

Durch die Konzentration auf Alltagsprobleme und zwischenmenschliche Beziehungen, also Themen, die jeden Menschen in irgendeiner Form beschäftigen, entsteht für den Tänzer die Möglichkeit, diese alltäglichen Fragestellungen zu bearbeiten, um sie dann tänzerisch umzusetzen, zu gestalten. Diese Gestaltungen bieten dem Darsteller die Möglichkeit einer distanzierten Betrachtung und Reflexion seines Verhaltens.

Anschließend Dance Jam.

Das Bertha-Tanztheater zeigt ausgewählte Impressionen aus 14 Jahren

Leitung, Inszenierung, Choreographie: Rita Maaßen

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Abstand

Das Bertha.Tanztheater besteht aus ehemaligen Patienten, es ist ein Politikum, was dazu beitragen soll die Stigmatisierung positiv zu beeinflussen. Es wird gesponsert von:

Klinikum Duisburg - Wedau Kliniken Sana Kliniken AG

Rita Maaßen
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Kurzvortrag
Langen Institut on the Road: Erfahrungen mit der Tanztherapie in Iran und Estland
Alar Sander und Erika Sander
Samstag, 20:15 Uhr

Abstand

Langen Institut in Tallinn: loovtants
Langen Institut in Isfahan: "...alles erlaubt, nur nicht tanzen."

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Alar Sander
Alar Sander

Erika Sander
Erika Sander

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Vortrag
Hexentanz - Inszenierung einer Vernichtungsangst in der getanzten Übertragung
Sybille Scharf-Widder
Samstag, 10:45 - 11:45 Uhr

Abstand

In diesem Vortrag wird anhand einer analytischen Einzel-Tanztherapie die Übertragung im gemeinsamen tänzerischen Dialog dargestellt und die als Inszenierung unbewusster Phantasien verstandene Improvisation der Patientin reflektiert.

In dieser Inszenierung gestaltete die Patientin ihr nicht benennbares, frühes Trauma. Es äußerte sich in starken Ängsten, das wichtige Beziehungsobjekt beschädigt zu haben, was zu unerträglichen Schuldgefühlen führte. Diese konnten sich in der Bewegungsimprovisation entwickeln und führten in Verbindung mit den Traumerzählungen der Patientin zum Verständnis des frühen Traumas.

An diesem Beispiel werden grundsätzliche Themen, die seit Jahren eine Konzeption der Tanztherapie als Methode ausmachen, diskutiert. Hierzu gehört die Frage inwiefern es möglich und hilfreich ist, die tänzerische Improvisation und die darin enthaltenen Metaphern als eine Inszenierung unbewusster Phantasien der Patientin zu verstehen. Reflektiert werden soll auch die Frage, inwieweit es sich bei dem nicht erinnerbaren frühen Trauma um eine Rekonstruktion oder eher eine Konstruktion der Wirklichkeit handelt. Ferner wird die Rolle der Therapeutin im Bewegungsdialog untersucht: wann ist es notwendig, eine aktive Rolle in der Übertragung der Patientin einzunehmen und an welchen Stellen ist es sinnvoller, eher die Rolle der Zeugin im Sinne der authentischen Bewegung zu übernehmen. Schließlich sollen verschiedene Facetten aggressiver Bewegungsimpulse betrachtet und auf die Gefahr vorschneller Deutungen hingewiesen werden.

Abstand

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Scharf-Widder
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Vortrag
Bewegte Bilder - bewegte Betrachter
Prof. Peter Sinapius
Sonntag, 10:00 - 11:00 Uhr

Abstand

Malerei und Tanz haben auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun. Immerhin sprechen wir aber von der Dynamik eines Pinselstrichs, der Bewegung einer Farbe oder der Gebärde eines Motivs, auch wenn sich physisch nichts bewegt. Offenbar gibt es einen Unterschied zwischen physischer Gestalt und Wahrnehmungsgestalt. Das Betrachten eines flächigen Bildes ist mit einem komplexen Wahrnehmungsprozess verbunden, in dem wir das, was wir sehen, umwandeln zu einem Eindruck der äußeren Realität. Fortwährend stellen wir dabei Zusammenhänge her, strukturieren unsere Eindrücke, verbinden sie mit unseren Erfahrungen und Vorstellungen und ordnen sie ein in unsere Geschichten. Wir nehmen Bilder aber nicht nur als zweidimensionale, flächige Gestaltungen wahr, sie vermögen sich auch szenisch zu vermitteln. Was wir als Bild bezeichnen, hat so mit einer Vielzahl unterschiedlicher Erscheinungen zu tun: materiellen, sichtbaren Gestaltungen, Träumen oder Imaginationen, Handlungen oder Ereignissen. Es ist zwischen Ausdruck, also der sich unseren Sinnen zeigenden Gestalt und dem Eindruck, den wir gewinnen, angesiedelt: Wir machen uns ein Bild.

Der Vortrag soll anhand zahlreicher Phänomene zeigen, dass ebenso wie uns Bilder bewegen, es die Bewegung ist, die Bilder erzeugt.

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Prof. Peter Sinapius
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Vortrag
Wenn die Augen tanzen: Neurobiologisch fundierte Interventionen
Dr. phil. Sabine Trautmann-Voigt
Sonntag, 14:00 - 15:00 Uhr

Abstand

Traumatherapeutische Behandlungen können nach einem festgelegten Protokoll, wie im EMDR, oder in einer ordnenden, jedoch zugleich rhythmisch freieren Form, wie in der Tanztherapie, erfolgen. In beiden Methoden wird das Informationsverarbeitungszentrum durch gezielte Stimulationen aktiviert, so dass dysfunktionale Informationen aus der Vergangenheit im gegenwärtigen Therapieprozess neu verarbeitet werden können. Die genaue Funktion der Augenbewegungen im EMDR ist letztlich ungeklärt. Anzunehmen ist, dass hier u.a., rhythmisch-dynamische Passungsphänomene als Wirkfaktoren beteiligt sind, die sich auch in der Tanztherapie finden lassen, bei der ein Zugang zum Affekt und eine Integration des Erlebens mit Kognitionen sehr schnell erreicht wird. In diesem Vortrag wird Erinnerung als Wiederherstellung von rhythmischen Passungsvorgängen und Synchronisierungsversuchen dargestellt. Das EMDR stellt sich unter dieser Perspektive auch als eine integrative Spiegelungstechnik dar, die in einem strukturierten rhythmisch-dynamischen Handlungsdialog abläuft und mit der Theorie der Wirkung von Tanztherapie kompatibel ist. Handelt es sich beim EMDR vielleicht um eine zufällig wieder entdeckte und genial in eine handhabbare Struktur gebrachte biologische Möglichkeit des Körpers, rhythmische Stimuli im Sinne einer Selbstheilung als "passende" Synchronisationsangebote aufzufinden? Es wird diskutiert, wie der "Fühl-Körper" (Damasio) zur Affektregulation - nicht nur bei TraumapatientInnen - eingesetzt werden kann.

Abstand

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Dr. phil. Sabine Trautmann-Voigt
 
Abstracts der Workshops
Samstag, 24. Oktober 2009, 8:00 - 8:45 Uhr
Warm up
Tanja Moutsokapas
Qi-Gong-Harmonie in 18 Figuren
Abstand
Samstag, 24. Oktober 2009, 12:00 - 13:30 Uhr
Workshop
W01

Dr. phil. Hannelore Lier-Schehl
Der frühe nonverbale Dialog in der Mutter-Kind-Beziehung mit auftretenden Störungen im Wochenbett
Workshop
W02

Claire Gunther
Einflechten des Einsatzes der gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg in die Tanz- und Ausdruckstherapie
Workshop
W03

Dipl. Psych. Dr. Phil. Dietmar Pallasch
BEWEGT ZUM ZIEL - eine Komposition aus Authentic Movement (AM) und Neurolinguistische Programmierung (NLP)
Workshop
W04

Wally Kaechele
Die Bedeutung von Sprache und Stimme in der Tanz- und Ausdruckstherapie
Abstand
Samstag, 24. Oktober 2009, 16: 45 - 18:15 Uhr
Workshop
W05

Bea Pawliczak
Die spirituelle Dimension in der Tanztherapie an Beispielen des Selbstkonzeptes - R/evolutionärer Wandel vom Paradigma der Dualität zur Integration
Workshop
W06

Dipl. Psych. Claudia Schedlich und Erika Sander
Traumaadaptierte Tanz- und Ausdruckstherapie
Workshop
W07

Nicol-Yvonne Wolf
Wo ist deine Achse, Baby? - Der Einsatz und die Übertragung von Elementen des Tango in die ressourcenorientierte Tanztherapie/Dance Alive
Workshop
W08

Birgitt Stamm
ich steh allein auf einem Bein ®
Abstand
Sonntag, 25. Oktober 2009, 8:00 - 8:45 Uhr
Warm up
Tanja Moutsokapas
Qi-Gong-Harmonie in 18 Figuren
Abstand
Sonntag, 25. Oktober 2009, 11:15 - 12:45 Uhr
Workshop
W09

Martina Piff
Intermodales Arbeiten: Der Einsatz und die Verbindung von verschiedenen Alltagsgegenständen und Kunstmaterialien in Dance Alive und Tanztherapie
Workshop
W10

Thomas Wetzorke
Mit dem Leben tanzen: Den eigenen Reifungsprozess tanztherapeutisch reflektieren
Workshop
W11

Dipl. Psych. Angelika Wieschhues
Symbolischer Ausdruck des Symptoms. Eine Integration von Tanztherapie, Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie
Workshop
W12

Susanne Bender
Von der Katharsis zur Lösung
Abstand
Sonntag, 25. Oktober 2009, 15:15 - 16:45 Uhr
Workshop
W13

Dr. phil. Sabine Trautmann-Voigt und Dr. med. Bernd Voigt
Strategien in Beziehungen - Ertanzen und Lösungsideen entwickeln
Workshop
W14

Erika Kletti-Ranacher
Authentic movement im Wandel: Vom Whitehouse-Ansatz zur Authentic movement zur mystical practice
Workshop
W15

Ian Owen
Tanz im Wandel: Bewegung und Beweglichkeit durch die Jahrhunderte
Workshop
W16

Anke Teigeler
Tanztherapie und die Frage nach dem Sinn
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Warm up
Qi-Gong-Harmonie in 18 Figuren
Tanja Moutsokapas
Samstag, 8:00 - 8:45 Uhr und Sonntag, 8:00 - 8:45 Uhr

Abstand

Die 18 Figuren der Qi-Gong-Harmonie nach Meister Lin Hou Sheng sind leicht zu erlernen und sehr wirksam. Sie regulieren und stärken körperliche, seelische und geistige Funktionen.

Qigong-Übungen umfassen Körperhaltungen und Bewegungen, Atemübungen und die geistigen Übungen der Konzentration und Imagination.

Das Wort Qigong setzt sich zusammen aus "Qi", das hier als "Lebenskraft" interpretiert werden kann, und "gong", das "ausdauerndes Üben" und auch "Übungsfertigkeit" heißt.

Qigong ist ein Sammelbegriff für vielfältige Übungsmethoden, die in China entwickelt wurden und sich in unterschiedlicher Weise mit der Lebenskraft beschäftigen. Die Tradition der Qigong-Übungen lässt sich bis vor unsere Zeitrechung zurückverfolgen. Im Rahmen der traditionellen chinesischen Heilkunde stellt Qigong deren aktiven Teil dar, den Weg des Übens, des eigenen Bemühens um Gesunderhaltung und Heilung.

Dauer ca. 40 Minuten

Abstand

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Tanja Moutsokapas
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Workshop 01
Der frühe nonverbale Dialog in der Mutter-Kind-Beziehung mit auftretenden Störungen im Wochenbett
Dr. phil. Hannelore Lier-Schehl
Samstag, 12:00 - 13:30 Uhr

Abstand

Im Laufe der letzen 25 Jahren ist die Bedeutung der Bindungstheorie stetig gewachsen. Das frühe Beziehungsverhalten von Eltern zu ihrem Kind hat Auswirkungen auf die Bindungsqualität. Erste Erfahrungen in der frühen Elternschaft werden überwiegend durch Körperkontakt und Nähe-Distanzregulierung hergestellt, um die ersten Vorläufer an Affekten beim Säugling zu begleiten. Diese ersten Körpererfahrungen sind geprägt durch Bewegungsrhythmen zwischen Elternteilen und Kind. Durch Bewegungssynchronisation entstehen stimmige und entwicklungsfördernde Bewegungsdialoge, die sich förderlich auf die Affektregulation bei Beiden, insbesondere beim Kind, auswirken.

Am Beispiel postpartaler Erkrankungen von Frauen können Störungen mit der Folge mangelnder Responsivität in dieser frühen prägenden Zeit auftreten, die in Videosequenzen beispielhaft erläutert werden.

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Dr. phil. Hannelore Lier-Schehl
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Workshop 02
Einflechten des Einsatzes der gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg in die Tanz- und Ausdruckstherapie
Claire Gunther
Samstag, 12:00 - 13:30 Uhr

Abstand

Das Konzept der GFK (Gewaltfreie Kommunikation) nach M. Rosenberg zielt auf einen achtsamen und verantwortungsvollen Umgang mit uns selbst und unseren Mitmenschen mittels einer bewertungsfreien Wahrnehmung und Vermittlung von Gefühlen sowie dahinter verborgenen Bedürfnissen. Dieses Konzept bietet einen wunderbar strukturierten Ansatz für die tanztherapeutische Arbeit.

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Claire Gunther
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Workshop 03
BEWEGT ZUM ZIEL - eine Komposition aus Authentic Movement (AM) und Neurolinguistische Programmierung (NLP)
Dipl. Psych. Dr. Phil. Dietmar Pallasch
Samstag, 12:00 - 13:30 Uhr

Abstand

Authentic Movement (AM) bietet mehr als die Möglichkeit die Bedürfnisse unseres Körpers zu erspüren,  es ist ein Weg zu unserem Unbewußten, auch ein Stück zu unsererm Höheren Selbst das dort wartet. Der Kontakt mit diesem Selbst, passiert meißt erst fortgeschrittenen movern und kann mit dem Auftauchen der Problemthemen direkt Lösungswege aufzeigen. Neugierde nach dem Studium der Tanztherapie hat Dr. Pallasch zur Neurolinguistische Programmierung (NLP) gebracht., Er versucht die beiden so unterschiedlichen Verfahren in Verbindung zu bringen. Ein erster Teil davon, war seine Dissertation und ein daraus entstandenes Buch ("Tief bewegt zum Ziel") zu diesem Thema. NLP ist ein sehr zielorientiertes, strukturiertes Verfahren und schafft genau jenen Zugang zur Lösungsorientierung, zu einem Ziel, direkter als das AM. Dieser Zugang zu den Lösungsorientierungen kann durch die Einbeziehung des NLP auch für AM Anfänger erleichtert werden.

In der kleinen workshop-Einheit, soll über das AM eine kleine NLP-Bewegungschoreographie entwickelt werden, die das zuvor erspürte "Problemthema" in ein tanzbares Ziel - in einen Zieltanz bringt, welcher Hindernisse und Ressourcen gleichermaßen mit einbezieht, um Probleme in Lösungen verwandeln zu lassen.

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Dipl. Psych. Dr. Phil. Dietmar Pallasch
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Workshop 04
Die Bedeutung von Sprache und Stimme in der Tanz- und Ausdruckstherapie
Wally Kaechele
Samstag, 12:00 - 13:30 Uhr

Abstand

Der Dialog beginnt mit der Sprache verbal oder nonverbal

Wally Kaechele schildert in ihrem Beitrag zu "Musik und Tanztherapie" (1988) u.a. "Möglichkeiten, Musik und auch Sprache als den Therapieprozess unterstützende Maßnahme während der tanztherapeutischen Übungen einzusetzen. Sie beschreibt anhand von Beispielen, wie durch Musik und sprachliche Interventionen der Tanztherapeuten, die Klienten zu Bewegungen angeregt werden."

Beispiele wie durch die Sprache, insbesondere durch den Ausdruck und Klang der Stimme und wie durch inhaltliche bewusst ausgesprochene Worte mit gefühlsmäßiger Bedeutung Vorstellungsbilder entstehen, die wiederum eng mit dem körperlichen Erleben verbunden sind.

Abstand

Sprache und Körper - ein immerwährender Dialog

Im Zeitrahmen des Workshops werden einige Gestaltungsmodelle für die Strukturierung der sprachlichen Angebote und der Umgang mit Bewegungselementen, die sich didaktisch an den jeweiligen Klientensituationen orientieren, vorgestellt.

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Wally Kaechele
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Workshop 05
Die spirituelle Dimension in der Tanztherapie an Beispielen des Selbstkonzeptes - R/evolutionärer Wandel vom Paradigma der Dualität zur Integration
Bea Pawliczak
Samstag, 16:45 - 18:15 Uhr

Abstand

In den letzten 2 Jahren ihrer bisher 20 jährigen tanztherapeutischen Tätigkeit arbeitet Bea Pawliczak vermehrt mit Aspekten rund um das Thema Selbstkonzept. Dazu gehören: Selbst-Verständnis, Selbst-Sicherheit, Selbst-Vertrauen, Selbst-Wirksamkeit und Selbst-Realisation.

In diesem Zusammenhang erprobte sie mit Klienten Bewegungsabläufe, bei denen der integrative Aspekt im Vordergrund steht. So entstand unter anderem eine Bewegungssequenz zum Thema Selbstsicherheit. Darin werden Möglichkeiten erfahrbar gemacht, wie "Sicherheitsanker" im Körper angelegt und bewusst genutzt werden können. Gleichzeitig wirkt diese Übungsreihe auf das Selbst-Verständnis der Klienten. Das "Abwehren der eigenen Unsicherheit" vollzieht sich meist unbewusst, kostet Lebensenergie und wirkt labilisierend. Ziel ist es, die eigene Unsicherheit in die Persönlichkeit zu integrieren. Denn erst, wenn es im Leben auch mal "wackeln darf", kann man sich seiner selbst sicher sein und somit in allen Situationen zu sich selbst stehen.

In ihrer Arbeit nutzt die Tanztherapeutin zunehmend den Einbezug der spirituellen Dimension.

In diesem Workshop vermittelt Bea Pawliczak eine Essenz aus Erkenntnissen der eigenen spirituellen Praxis, theoretischem Wissen und konkreten Möglichkeiten der praktischen Umsetzung in der Tanztherapie.

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Bea Pawliczak
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Workshop 06
Traumaadaptierte Tanz- und Ausdruckstherapie
Dipl. Psych. Claudia Schedlich und Erika Sander
Samstag, 16:45 - 18:15 Uhr

Abstand

Seit 1980 erstmals die Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung in die diagnostischen Manuale DSM und ICD aufgenommen wurde, entwickelte sich um die Auswirkungen seelischer Traumatisierung eine umfassende und weitreichende Forschungstätigkeit. Im Zuge dessen wurde immer klarer, dass traditionelle Therapiekonzepte modifiziert werden müssen, um den Anforderungen dieses speziellen Klientels gerecht werden zu können.

So haben sich in den letzten Jahren sowohl tiefenpsychologisch fundierte (Fischer, Reddemann u.a.) als auch verhaltenstherapeutisch (Foa, Meichenbaum u.a.) ausgerichtete Therapiekonzepte für traumatisierte PatientInnen entwickelt.

Auch die Integration körperorientierter Techniken in die Psychotraumatherapie wird zunehmend diskutiert. Gerade neuere Erkenntnisse der Neurophysiologie machen nachvollziehbar, dass körperorientierte Interventionen, z.B. auf der sensumotorischen Ebene indiziert scheinen.

Infolge unserer langjährigen ambulanten und stationären Arbeit mit traumatisierten PatientInnen im klinischen Bereich, haben wir das tanztherapeutische Interventionsspektrum auf die Besonderheiten dieser Klientel - und unter Berücksichtigung der Symptomatik der (komplexen) psychotraumatischen Belastungsstörung, sowie deren Komorbiditäten - abgestimmt. Den daraus resultierenden speziellen tanztherapeutischen Ansatz bezeichnen wir als traumaadaptierte Tanz-und Ausdruckstherapie (TATT). In dem Workshop sollen praxisnah Grundprinzipien der TATT vermittelt werden.

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Erika Sander
Erika Sander

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Workshop 07
Wo ist deine Achse, Baby? -
Der Einsatz und die Übertragung von Elementen des Tango in die ressourcenorientierte Tanztherapie/Dance Alive

Nicol-Yvonne Wolf
Samstag, 16:45 - 18:15 Uhr

Abstand

Atmung, (Ent-)Spannung, (Gleich-) Gewicht, Kontakt, führen und folgen, (mein/dein/unser) Raum - viele Themen von ressourcenorientierter Tanztherapie/Dance Alive lassen sich im Tango wieder finden.

Ausgehend von der eigenen Entdeckungsreise mit dem Tango argentino wird anhand von praktischen Übungen, kurzen theoretischen Erläuterungen und viel Tango (-musik) die Übertragbarkeit und Verwendungsmöglichkeit des Tango auf die ressourcenorientierte Tanztherapie/Dance Alive aufgezeigt und erlebbar gemacht.

Abstand

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Nicol-Yvonne Wolf
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Workshop 08
ich steh allein auf einem Bein ®
Birgitt Stamm
Samstag, 16: 45 - 18:15 Uhr

Abstand

Präsentation und Moderation des Filmes "ich steh allein auf einem Bein" ® mit folgenden Inhalten:

  • Bedeutung des Tanzes für die kindliche Entwicklung

  • Verhaltensauffälligkeiten

  • Kleine Choreografien von der Imitation zur Improvisation

  • Wie gestalte ich den Unterricht erfolgreich mit den Eltern

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Birgitt Stamm
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Workshop 09
Intermodales Arbeiten: Der Einsatz und die Verbindung von verschiedenen Alltagsgegenständen und Kunstmaterialien in Dance Alive und Tanztherapie
Martina Piff
Sonntag, 11:15 - 12:45 Uhr

Abstand

Die Intervention des Intermedialen Transfers ist in der Tanztherapie seit langem bekannt. In den letzten Jahren hat es im Bereich der Expressive Arts Therapy und der Halprin/ Tamalpa Arbeit weitere Differenzierungen und Verfeinerungen dieser Technik gegeben. Sie zeigen auf, wie interveniert werden kann, damit nicht das Problem oder die Krankheit im Vordergrund der Sitzung steht, sondern der künstlerische Aspekt und das konkrete künstlerische Tun zur Problem- und Symptombewältigung beitragen. Hierzu können verschiedene Alltagsgegenstände und einfache Kunstmaterialien in der Tanztherapie eingesetzt werden.

Anhand von Beispielen wird verdeutlicht, wie das moderne intermodale Arbeiten/ der Intermediale Transfer in der Praxis vonstatten geht. Der Übergang von einem in ein anderes Medium entsteht organisch und orientiert sich im künstlerischen Prozess an dem, was sich durch das konkrete Tun zeigt und anbietet. Dabei ist die Wahrnehmung des Prozesses der Entstehung eines Tanzes oder Kunstwerkes hinsichtlich ästhetischer und phänomenologischer Gesichtspunkte von besonderer Wichtigkeit. Das heißt, der Wechsel zwischen den verschiedenen Ausdrucksmedien und Kunstrichtungen findet weder wahllos noch direktiv als eine Aneinanderreihung der verschiedenen zur Verfügung stehenden Medien statt. Statt dessen ergibt sich der Transfer aus der sensiblen Wahrnehmung der Zeichen dafür, dass der Inhalt nach einem neuen/ anderen Ausdruck verlangt.

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Martina Piff
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Workshop 10
Mit dem Leben tanzen: Den eigenen Reifungsprozess tanztherapeutisch reflektieren
Thomas Wetzorke
Sonntag, 11:15 - 12:45 Uhr

Abstand

Dieser Workshop möchte beleuchten, wie sich bei uns Tanz, Beruf und Leben entwickelt und miteinander verwoben haben. Ich hoffe, wir sind alle ein bisschen wie Wein oder Käse und mit der Zeit reifer geworden. Was mir an Beruf des Therapeuten gefällt, ist, dass meine ganze Lebenserfahrung direkt einfließen kann und das Älter werden eine große Hilfe ist, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Berufen.

Zu meiner Entwicklung gehört die intensive Auseinandersetzung mit der "mehrkanaligen" Prozessorientierten Psychologie nach Arnold Mindell und der einfühlsamen Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg.

Beide Methoden unterstützen uns darin, einfach zu werden und unser innerstes Wesen zu entfalten. Sie fordern uns auf, unsere Ganzheit zu leben und verbinden deshalb Psychologie, soziales Engagement und Spiritualität miteinander. Beide Methoden werden in den Workshop einfließen.

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Thomas Wetzorke
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Workshop 11
Symbolischer Ausdruck des Symptoms. Eine Integration von Tanztherapie, Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie
Dipl. Psych. Angelika Wieschhues
Sonntag, 11:15 - 12:45 Uhr

Abstand

Die Symbolsprache ist nach Erich Fromm die einzige Universalsprache, in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit. In den Methoden und Techniken verschiedener psychotherapeutischer Therapieverfahren ist sie nicht mehr wegzudenken, ebenso wenig wie im Verständnis von Träumen, Choreographien, Märchen, Kunstwerken, Ritualen und Krankheitssymptomen.

Die Verhaltenstherapie (VT) als solche gibt es nicht, sondern sie besteht aus einer Zusammenstellung verschiedener Techniken, die Anleihen aus verschiedenen Therapieverfahren machen. Z. B. das Rollenspiel aus dem Psychodrama, stabilisierende Maßnahmen aus der Hypnotherapie usw. Die Funktionalisierung des Symptoms in der VT ist gut vergleichbar mit der Psychodynamik des Patienten in den psychodynamischen Therapieverfahren. Ein besonderer Aspekt der VT ist die Beleuchtung der aufrechterhaltenden Bedingungen der Symptomatik und das konkrete Einüben von alternativem Verhalten.

In diesem Workshop, steht die symbolische Sprache des Körpers in seinen verschiedenen Ausdrucksformen im Mittelpunkt. Dabei wird das Symptom als Kennzeichen verstanden, aus dem auf etwas anderes geschlossen werden kann. An Hand verschiedener Störungsbilder aus der klinischen Praxis werden einzelne Symptome in der Bewegung exploriert und theoretisch reflektiert. Therapeutische Zielsetzung und Ansätze zum Behandlungsplan, wie z.B. das korrigierende Einüben, sollen erstellt werden.

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Dipl. Psych. Angelika Wieschhues
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Workshop 12
Von der Katharsis zur Lösung
Susanne Bender
Sonntag, 11:15 - 12:45 Uhr

Abstand

In den letzten 20 Jahren hat sich das Verständnis der Tanztherapie im Zuge der sich wandelnden Zeit verändert. In diesem Workshop wollen wir eine methodische Zeitreise unternehmen, indem wir von der Katharsiswirkung der Bewegung hin zu einer Lösungsorientierung von Bewegung und Tanz gehen. Somit lassen sich die verschiedenen Formen der Exploration durch Tanz und Bewegung erfahren.

Wer schon lange tätig ist, wird Altes entdecken, wer "die gute alte Zeit" nicht kennt, kann erfahren, wie ein jedes Therapieverständnis immer in ein gesellschaftliches Verständnis von Gesundheit eingebunden ist.

Abstand

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Susanne Bender
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Workshop 13
Strategien in Beziehungen - Ertanzen und Lösungsideen entwickeln
Dr. phil. Sabine Trautmann-Voigt und Dr. med. Bernd Voigt
Sonntag, 15:15 - 16:45 Uhr

Abstand

PatientInnen kommen häufig mit Partnerschaftsproblemen in die Psychotherapie und/oder bringen ihre Partner gleich mit. "Der/die Böse" ist meist der andere! Paare fragen sich dann nicht mehr:

  • Welches sind unsere Ziele, die in der momentanen Lebensphase anstehen?
  • Wie sollen wir Zeichen von gegenseitigem Desinteresse interpretieren, es ist doch "eigentlich" alles in Ordnung?
  • Wieso gibt es immer wieder Stagnationen im Beziehungsalltag? Schließlich haben wir schon so viel geschafft, aber ...
  • Soll das schon alles gewesen sein?

Im Workshop werden einige solcher Fragen "durchgespielt". Tanztherapeutische Interventionen zeigen schnell bestimmte Intensitätskonturen auf, die eine bestimmte Paardynamik ausmachen. Wenn Lebenspartner im geschützten therapeutischen Rahmen dazu ermuntert werden, sich in ihrem Ausdrucksverhalten zu begegnen, so ergeben sich häufig spontane Lösungsansätze für Neugestaltungen des Alltags. Dahinter liegende, oft festgefahrene psychodynamische Muster werden schnell deutlich. Wir wollen Aspekte unserer Arbeitsweise als Therapeutenpaar, die tiefenpsychologische, bewegungsanalytische und tanztherapeutische Elemente miteinander verbinden, vorstellen. Es geht u.a. darum, konflikthaft erlebte Nähe-, Distanz-, und Abstimmungsgewohnheiten, die in Partnerschaften wie auch in Übertragungsszenen ständig auftauchen, auf der affekt-motorischen Ebene auszuprobieren und variieren zu lernen. Schön wäre es, wenn sich in etwa gleich viele Männer wie Frauen zu diesem Workshop melden würden. Eigene PartnerInnen sowie "Patientenvignetten" können mitgebracht werden!

  • Experimentieren Sie mit anderen Verhaltensweisen!
  • Entdecken Sie spielerisch und mit Humor Kommunikationsaspekte neu!
  • Finden Sie in Handlungsdialogen kreative Lösungsideen für konkrete Aufgaben!

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Dr. phil. Sabine Trautmann-Voigt
Dr. phil. Sabine Trautmann-Voigt

Dr. med. Bernd Voigt
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Workshop 14
Authentic movement im Wandel: Vom Whitehouse-Ansatz zur Authentic movement zur mystical practice
Erika Kletti-Ranacher
Sonntag, 15:15 - 16:45 Uhr

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In kurzen Praxiseinheiten spüren wir selbst in einigen ausgewählten Formen der AM der Veränderung nach, die sie im Laufe der Jahre gemacht hat. Von der Grundform: der Dyadenarbeit, der Jungschen Prägung, u.a. repräsentiert durch Joan Chodorow, bis zu einer der kollektiven Formen, die insbesondere durch Janet Adler weiterentwickelt wurden. In den Übergängen ist Raum zur bewussten Wahrnehmung der Schwerpunkte und zur Reflexion ...

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Erika Kletti-Ranacher
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Workshop 15
Tanz im Wandel: Bewegung und Beweglichkeit durch die Jahrhunderte
Ian Owen
Sonntag, 15:15 - 16:45 Uhr

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In dem Workshop wird mit Hilfe musikalischer und tänzerischer Beispiele der Wandel der Bewegung und der Beweglichkeit über die Jahrhunderte dargestellt.

Hierbei greift der Workshopleiter auf seine langjährige Erfahrung als Bühnentänzer, Seminarleiter und Choreograph im Bereich Musik- und Tanztheater zurück.

Der Tanz bewegte sich hinaus aus den strengen Strukturen der Barockzeit über die klassischen Formen des Balletts bis hin zu der freieren Bewegungsart des Jazz- und Modernen Tanzes sowie des Tanztheaters. An praktischen Beispielen werden die jeweiligen Tanzformen mit ihren speziellen Bewegungsqualitäten erfahrbar gemacht. Abschließend sollen die Vor- und Nachteile der jeweiligen Tanzform und ihre Einsatzmöglichkeiten im heutigen tanztherapeutischen Alltag dargestellt und diskutiert werden.

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Ian Owen
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Workshop 16
Tanztherapie und die Frage nach dem Sinn
Anke Teigeler
Sonntag, 15:15 - 16:45 Uhr

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In den vergangenen 15 Jahren meiner tanztherapeutischen Tätigkeit wird neben den Fragen des "Wer bin ich? Weshalb und Wodurch bin ich so geworden?" die Frage nach dem "Wozu bin ich hier? Was trägt mich und Was trage ich bei?" häufig etwas zögernd, ja verschämt gestellt.

Wir berühren eine existentielle Ebene und menschliche Grundfragen. Auch ist spätestens im mittleren Lebensalter die Auseinandersetzung mit dem Lebenssinn und mit der eigenen Endlichkeit eine wichtige Entwicklungsaufgabe, die jedoch als "Schattenseite" in unserer materiell und rational ausgerichteten Gesellschaft fast schon tabuisiert ist und oft verdrängt wird.

Ich erlebe immer wieder, dass Menschen von Erfahrungen der Ganzheit, des Einsseins und des Heil Werdens berichten, die im "bewussten Körper" verankert sind. In solchen Momenten fühlen sie sich getragen, still, dankbar und verbunden mit einer Wirklichkeit, die über das u.a. durch die therapeutische Arbeit sich seiner selbst bewusstgewordene Ich hinausreicht.

In diesem Workshop wird insbesondere .über Authentic Movement, "Bewegtes Wissen" (Laban) und Achtsamkeitsübungen sowohl die körperliche, kognitive, psychische wie auch die spirituelle Dimension der menschlichen Entwicklung mit einbezogen, die meines Erachtens zunehmend einen wichtigen Aspekt der tanztherapeutischer Arbeit im 21. Jahrhundert bedeuten wird.

Buchempfehlung:
Janet Adler: Offering from the conscious body
Wulf Mirko Weinreich: Integrale Psychotherapie

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Anke Teigeler

 

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Langen Institut - Fachschule für Dance Alive und Tanz- u. Ausdruckstherapie
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